Bibelinterpretation / Josua 24:15
Das Buch Josua gehört zu den Geschichtsbüchern des Alten Testaments. Es schildert, wie Josua – als Nachfolger des Mose – das Volk Israel über den Jordan führte und bei Jericho einen Sieg errang.
In Kapitel 24 wendet sich Josua vor seinem Tod an das Volk Israel. Er erinnert die Menschen daran, wie Gott sie aus der Sklaverei in Ägypten befreit, durch die Wüste geleitet und in das Land Kanaan geführt hat. Er stellt sie vor die Wahl: Wenn sie dem Herrn nicht dienen wollen, können sie selbst entscheiden, welchen Göttern sie dienen möchten.
Biblischer Kontext
Zur damaligen Zeit wurden in Kanaan zahlreiche Götter und Göttinnen verehrt. Die Amoriter verehrten Moloch; ihre religiösen Riten schlossen Opferungen von Kindern und Erwachsenen ein. Im gesamten Alten Testament verurteilt Gott diese Praktiken und fordert das Volk auf, allein Ihn anzubeten. Josua war sich bewusst, dass das Volk Israel leicht der Versuchung durch diese weit verbreiteten religiösen Bräuche erlag; daher wollte er sicherstellen, dass sie sich über alles andere hinweg für Gott entschieden.
Heutige Bedeutung
Auch heute noch kämpfen viele Menschen mit der Versuchung, andere Götter anstelle des Gottes der Bibel anzubeten. Manche stellen das Streben nach Geld, Erfolg oder Ruhm über den Dienst am Herrn. Andere erliegen der Versuchung, populären religiösen Praktiken zu folgen, die nicht mit Gottes Wort im Einklang stehen. Als Gläubige müssen wir uns jedoch stets vor Augen halten, dass es nur einen wahren Gott gibt und dass allein Ihm unsere Hingabe und Anbetung gebühren.