SVG In Christus

Bibelinterpretation / 1. Mose 3:22-23

Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und nehme auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich! Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war.

1. Mose 3:22-23 enthält einige recht interessante Verse. Um ihre Bedeutung zu erfassen, muss man zunächst den Kontext verstehen. Diese Verse beschreiben Ereignisse, die stattfanden, nachdem Adam und Eva Gott ungehorsam gewesen waren und von der Frucht des Baumes der Erkenntnis von Gut und Böse gegessen hatten. Die Folge dieses Ungehorsams waren die Erbsünde und die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Garten Eden.

Die Bedeutung der Verse

Diese Verse lassen verschiedene Auslegungen zu, doch die gängigste Erklärung besagt, dass Gott nicht wünscht, dass der Mensch in seinem gefallenen Zustand ewig lebt. Hätte der Mensch vom Baum des Lebens gegessen, so hätte er ewig in einer Welt voller Sünde und Leid gelebt. Auch die Formulierung „wie unsereiner“ ist bemerkenswert; manche sehen darin eine Anrede Gottes an die Engel, während andere sie als Hinweis auf die Dreifaltigkeit als Ganzes deuten.

Dieser Textabschnitt vermittelt uns einige wichtige Lehren. Erstens offenbart er den Ernst der Sünde und die Notwendigkeit, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Zweitens zeigt er auf, dass Arbeit ein göttliches Gebot und ein Mittel zur Wiederherstellung der Beziehung zwischen der Menschheit und Gott ist.

Buch: Altes Testament / 1. Mose
Themen: schöpfung, Ewiges Leben, böse, güte, leben, sünde
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