Bibelinterpretation / Epheser 2:4-5
Der Epheserbrief wurde vom Apostel Paulus während seiner Gefangenschaft in Rom an die Gemeinde in Ephesus geschrieben. Im gesamten Brief spricht Paulus von der Errettung aus Gnade durch den Glauben an Jesus Christus.
Epheser 2:4–5 schildert eine Realität, die ernüchternd und schwer zu akzeptieren ist: Wir waren tot in der Sünde. Dieser Zustand des geistlichen Todes rührt von der Trennung von Gott her, die durch die Ursünde von Adam und Eva verursacht wurde. Seither ist die Menschheit von Gott entfremdet und lebt in der Finsternis.
Gottes Liebe und Barmherzigkeit
Epheser 2:4 erinnert eindrücklich an Gottes Barmherzigkeit. Dass Gott reich an Barmherzigkeit ist, bedeutet, dass Er eine unendliche Fülle an Liebe und Mitgefühl für Sein Volk besitzt. Dies geschieht nicht, weil wir irgendetwas getan hätten, um uns Seine Liebe oder Barmherzigkeit zu verdienen, sondern weil Seine Liebe selbstlos ist und Er bereit ist, denen zu vergeben, die Buße tun.
Dieser Vers unterstreicht zudem den Zusammenhang zwischen Gottes Liebe und Seiner Barmherzigkeit. Gott hat uns so sehr geliebt, dass Er Seinen Sohn Jesus sandte, damit dieser für uns am Kreuz stirbt. Dies zeigt Gottes große Liebe zu uns. Und aus dieser großen Liebe heraus erweist Er uns Barmherzigkeit und vergibt uns unsere Sünden.
Die Bedeutung des Glaubens an Jesus
Das Wort „gerettet“ in Epheser 2:5 bedeutet, dass wir aus einem Zustand des geistlichen Todes befreit wurden. Um diese Errettung jedoch zu empfangen, muss man an Jesus Christus als Erlöser glauben – man muss sein Vertrauen auf Ihn und auf Sein Sühnopfer am Kreuz setzen. Nur auf diese Weise können wir das ewige Leben erlangen und mit Gott versöhnt werden.