Bibelinterpretation / 2. Mose 1:21
Das Buch Exodus erzählt eine Geschichte von Mut und Gottesfurcht. Schiphra und Pua waren Hebammen, die hebräischen Frauen in Ägypten bei der Geburt ihrer Kinder beistanden. Zur Zeit dieser Ereignisse wurden die Hebräer von den Ägyptern versklavt.
Die Gottesfurcht
Eines Tages beschloss der Pharao von Ägypten, das hebräische Volk zu vernichten, da er es als Bedrohung für sein Land ansah. Er erließ den Befehl, dass jeder männliche hebräische Säugling, der von diesem Moment an geboren würde, in den Nil geworfen werden sollte.
Schiphra und Pua standen vor einem moralischen Dilemma: Sollten sie dem Befehl des Pharao gehorchen oder sich der Obrigkeit widersetzen und das Leben der ihnen anvertrauten Neugeborenen schützen? Letztlich ließen sie sich in ihrer Entscheidung von der Gottesfurcht leiten; sie entschieden sich dagegen, die hebräischen Säuglinge zu töten. Stattdessen erklärten sie, dass hebräische Frauen anders seien als ägyptische Frauen – sie seien kräftig und brächten ihre Kinder oft schon zur Welt, bevor die Hebamme überhaupt eintreffen könne.
Der Segen für die Hebammen
Durch ihre Entscheidung retteten die Hebammen nicht nur Leben; Gott belohnte auch ihren Mut und ihre Ehrfurcht vor Ihm. Er schenkte ihren Familien Wohlergehen, obwohl sie sich dem Pharao widersetzt hatten. Dies mag ungewöhnlich erscheinen, doch wir dürfen nicht vergessen, dass Gott stets jene belohnt, die das Richtige tun und zu ihren Prinzipien und Werten stehen.
Heute lehrt uns diese Geschichte, dass wir unsere Überzeugungen und Prinzipien nicht den Wünschen anderer oder weltlichen Belohnungen opfern sollten. Wir müssen stets Entscheidungen treffen, die mit unseren Überzeugungen im Einklang stehen, und danach streben, Gutes zu tun – ungeachtet der Schwierigkeiten, denen wir begegnen.